22.11.15, Männer Bezirksliga Oberfranken Ost

TSV Hof – HC Creußen: 25:21 (14:6)
TSV Hof: Rank, H. Schade; Hannemann, Oehme, Strunz 5, Slama 5/3, C. Rudisch 3, M. Rudisch 5, Richter 6/1, Scherdel 1, Kirchner, Peetz
HC Creußen: Schubert, Scharf; Ipta, Heidenreich 3, Großmann, Stretz 5/3, Bauer 2, Busch 2, Baunacher 1, Uremmers 1, Neiner 3, A. Friedrich 3, M. Friedrich 1
Strafen: Hof: 3x2 min und Rot für Slama 46., HC 4x2 min
Schiedsrichter Baumgärtl TV Münchberg /Weinmeier HSG Fichtelgebirge
Spielfilm: 3:0, 5:2, 8:2, 10:3, 12:5, 14:6, 15:8, 16:10, 17:12, 19:15, 20:19: 22:19; 24:20, 25:21

Drei Wochen Spielpause, Radenz beruflich verhindert und Linkshänder Herkt verletzt. Viele Fragezeichen lagen daher in der Luft, als der TSV Hof den Tabellennachbarn aus Creußen am Sonntag in der Jahnhalle empfing. Aber anscheinend hatte es Trainer Haijsman verstanden seine Jungs motiviert zu halten, den der TSV fing hoch konzentriert an. Aus einer offensiven Variante der 5:1 Deckung mit Richter als Indianer, hemmte man den Spielfluß des Gastes frühzeitig und liess ihn nur schlecht vorbereitet zum Abschluß kommen. Entsprechend hoch war die Abwehrquote die Hof von Beginn an zur ersten oder zweiten Welle, vor allem über Strunz und Richter als Vollstrecker, zu Nutzen wusste. Hinzu kam ein stark verbessertes Kreisläuferspiel, bei dem Christoph Rudisch mit gutem Stellungsspiel und guter Verwertung gefiel. Überhaupt lief es die ersten dreißig Minuten richtig rund, man diktierte das  Spiel und schaltete schnell von Abwehr auf Angriff um. Zudem erarbeitete man sich auch im normalen Spielaufbau die Lücken und freien Wurfpositionen .

Aber bekanntlich sind Spiele erst nach 60 min gewonnen. Die junge Hofer Truppe jedenfalls schien diese Binsenweisheit zunächst nicht bekannt. Vor allem die Creußener Stretz auf Halbrechts und Busch auf Mitte fanden vermehrt Lücken im nachlässiger agierenden Abwehrverband, so dass die Rotmainstädter bis zur 38. min auf 15:10 herankamen. Der TSV angetrieben von Rudisch und Slama lies aber zunächst nichts anbrennen und zeigte mit zwei Treffern in Folge von Richter und M. Rudisch wer Herr im Haus ist. Erneut war ein komfortabler Siebentorevorsprung herausgearbeitet. Die Aktionen liefen rund, bis, ja bis in der 41 min, aus einem Scharmüzel zweier Parteien heraus, der Creußener mit gelb und Slama mit zwei Minuten belegt wurden. Die Südoberfranken nutzen nun ihre Überzahl-Situation und verkürzten von 17:10 auf 18:13. Kaum wieder komplett, ein erneuter Doppelschlag gegen den TSV. Slama wurde mit einer fragwürdigen direkten roten Karte zum Zuschauen verdammt und M. Rudisch erhielt eine Minute später ebenfalls zwei Minuten. Die doppelte Überzahl nutzten die Gäste konsequent aus und näherten sich auf 19:16  an und noch schlimmer, sie bekamen Aufwind. Spielte man in den ersten 40 min souverän, begann nun das große Zittern.

Nichts mehr von unbekümmerter Rasselbande, die Nerven lagen kurzeitig blank. Von Außen lies man sich zweimal nacheinander auswackeln, Torwart Rank bekam keine Hand an den Ball und ehe man sich versah, stand es in der 53 min nur noch 20:19. Hof das seine Auszeit bereits in der 38 min genommen hat, wechselte als nächste Option wieder zurück auf den in der ersten Hälfte gut haltenden Schade. Der führte sich gleich mit zwei gehaltenen Bällen aus dem Rückraum und vom Kreis ein und die Gastgeber konnten mit einer von Strunz entschlossen abgeschlossenen 2. Welle und einem Kreisläufertreffer von C. Rudisch sich wieder auf 22:19 absetzen und etwas den Druck vom Kessel nehmen. Der Gast quittierte dies mit einer Team-Time-out in der 55 min. Offensichtlich nutzte dies aber mehr den Hofern, den sofort darauf parierte erneut der Hofer Torhüter und wieder Richter erzielte das 23:19. Die letzten drei Minuten kam es dann zu einem offenen Schlagabtausch, in dem der TSV, auch ohne seinen Leithammel Slama, Herr des Geschehens war. Näher als auf drei Treffer kam der Gast letztendlich nicht mehr heran. Alles in allem ein verdienter Heimsieg. Schaut man aber auf den nächsten Gegner, den letztjährigen Meister ASV Pegnitz, der am Samstag in Hof agiert, muss man jetzt gezielt auf die Konstanz und die Variablität nach dem Ausfall von Herkt hin arbeiten.